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  •  Dragons Presse 2002

Glanzvolle Eröffnung des Dragons-Ballpark
von Herbert Schüßler  (21.05.07)

Rund 500 Gäste feiern mit dem Deggendorfer Baseball- und Softball-Club

In einer feierlichen Zeremonie wurden das Softballstadion und die Baseball-Spielanlage der Deggendorf Dragons von Staatsminister Erwin Huber unter Anwesenheit vieler prominenter Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport eröffnet. Zwei sportliche Highlights, ein Baseball-Bundesligaspiel und ein Softball-Länderspiel gaben dem Fest die sportliche Note.

Rund fünfhundert Gäste kamen bei herrlichem Sonnenschein in den neuen, nun fertig gestellten Dragons-Ballpark am Sandnerhofweg in Natternberg, um zum Auftakt des Festes einen Baseball-Bundesligaknüller zu erleben. Die Regensburg Legionäre als amtierender deutscher Vizemeister, empfingen in ihrem nach Deggendorf verlegten Heimspiel die Tübingen Hawks. Unter den Augen des Baseballfans Generalvikar Michael Fuchs aus Regensburg und am Stadionmikrofon vom Präsidenten des Bayerischen Baseball- und Softball-Verbandes (BBSV), Jochen Bender moderiert, erlebten die Zuschauer eine heiße Partie. Bis ins vierte Inning (Spielabschnitt) konnten sich mit einem 3:3 beide Teams keine entscheidenden Vorteile heraus arbeiten. Dann allerdings drehten die Regensburger „Römer“, lautstark von ihrer zahlreichen Fangemeinde unterstützt, auf. Mit exzellenten Spielzügen, gekonnten technischen und taktischen Kabinettstückchen, die bei den Zuschauern Begeisterungsstürme auslösten, zogen sie auf und davon und holten sich nach dem achten Inning mit 14:4 den verdienten Sieg.

Der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Erwin Huber, ließ es sich nicht nehmen, die neue Sportanlage mit dem ersten Softballstadion Deutschlands, offiziell zu eröffnen. Er wisse schon immer, sagte er in seiner Ansprache, die Niederbayern seien in vielen Bereichen einen kleinen Schritt voraus. Dass dies aber auch in der bei uns noch relativ wenig bekannten, weltweit jedoch drittgrößten Sportart Baseball und Softball der Fall ist, habe ihn überrascht. Umso mehr sei er begeistert, wenn ein junger Verein wie die Deggendorf Dragons, die erst seit 1991 bestehen, deren Mitglieder zu über 60 Prozent unter 21 Jahre alt sind, in der Lage ist, eine derartige Riesenaufgabe in Angriff zu nehmen und erfolgreich zu schultern. Das zeige das Innovationsvermögen und die Leistungsbereitschaft der jungen Leute in unserer Region. Mit solchen Bürgern sei ihm um die Zukunft unserer Gesellschaft nicht bange. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeisterin Anna Eder schlugen der Präsident des bayerischen Landessportverbandes, Günther Lommer, und Ministerialdirigent Anton Schmid, in Vertretung des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus, Siegfried Schneider, in die gleiche Kerbe. Beide appellierten dabei an den Minister, mit dafür zu sorgen, dass die Etats für die Sportstättenförderung im bayerischen Staatshaushalt besser ausgestattet werden, damit Vereine, die derartige Anlagen erstellen, ihre Zuschüsse nicht erst nach sechs bis acht Jahren, sondern wesentlich früher erhalten könnten. BBSV-Präsident Jochen Bender brachte deutlich die Anerkennung für die Deggendorf Dragons zum Ausdruck, wie sich der Bayerische Baseball- und Softballverband freue, hier bei den Dragons seinen 20. Geburtstag feiern zu können. Er hoffe auf große sportliche Ereignisse in einer neuen Hochburg dieser Sportart, die bereits im September 2007 mit der Austragung des Ligapokals für die deutschen Bundesländer und 2008 mit der Ausrichtung der Softball-Juniorinnen-Europameisterschaft hier in Deggendorf beginne.
Mit Recht machte der Präsident der Deggendorf Dragons, Volker Schüßler, keinen Hehl aus seinem Stolz, über das neue Stadion, über den Rückhalt aus dem Verein und ganz besonders über die Leistung seiner jungen Helferinnen und Helfer. Allein rund 15 000 Stunden wurden von den vielen jungen Mitgliedern beim Bau und der Ausstattung der Sportanlagen erbracht. Sie standen auch, teilweise fast bis zum Umfallen, seit Tagen und Wochen „im Geschirr“, um den Bau fertig zu stellen und nun dieses Fest auszurichten. Eine besondere Ehrung wurde Ehrenmitglied und Alt-OB Dieter Görlitz für die beratende und aktive Unterstützung vor und während der Baumassnahme und dem Planer und Bauleiter Rudi Kraus zuteil. Sie erhielten symbolisch die Home-Plate und den Pitchers-Plate als Eigentum übertragen. Den kirchlichen Segen erteilten abschließend Generalvikar Michael Fuchs für die katholische und Regionaldekan Eckard Herrmann für die evangelische Kirche.

Nun kam die sportliche Bewährungsprobe für Staatsminister Erwin Huber. Einem alten Baseball- und Softballbrauch folgend führte er, nach einigen Trainingseinheiten mit Sybille John, der Softballdirektorin der Dragons, erfolgreich den ersten Wurf, den „First-Pitch“ im neuen Stadion aus. Dazu präsentierten die Dragons keine geringeren, als die Softball-National-Mannschaften aus Deutschland und Österreich. Das deutsche Team, bereits seit Mitte letzter Woche zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Trainingslager bei den Dragons, lieferte ein mitreißendes Spiel ab. Gleich zum Auftakt holten die Österreicherinnen mit einer starken Vorstellung den ersten Punkt der Partie, hatten dann allerdings schnell ihr Pulver verschossen. Die deutschen Damen blieben unbeeindruckt, konterten souverän und hielten mit drei Zählern dagegen. Der zweite Spielabschnitt brachte erneut drei und der nächste zwei Punkte für Deutschland zum zwischenzeitlichen 8:1. Das nun befürchtete österreichische Debakel blieb aus. Die Gäste wehrten sich erfolgreich, konnten aber auch nicht mehr zulegen. Nach fünf Innings blieb es bei diesem Ergebnis.

Bevor die Hountdogs im Festzelt loslegten und die Besucher mit fetziger und heißer Musik begeisterten, erinnerte BBSV-Präsident Jochen Bender an die Anfänge des Verbandes. Sechs Vereine mit gerade einmal 120 aktiven Spielern hoben 1987 den Bayerischen (damals noch) Baseball-Verband aus der Taufe. Zwischenzeitlich ist der Damenbereich mit dem Softball hinzugekommen und die Aktivenzahl auf über 3500 angewachsen. „Mit unseren engagierten Vereinen und solchen Sportanlagen, wie wir sie heute in Betrieb genommen haben, können wir mit Zuversicht in die Zukunft schauen“, meinte Jochen Bender. Zwei Männern der ersten Stunde überreichte er die Ehren- bzw. Verdienstnadel in Silber mit Gold des Bayerischen Landessportverbandes: Walter Rau von den Steinheim Red Phantoms als Gründungsmitglied und dem Regensburger Armin Zimmermann für seine zwanzigjährige Tätigkeit als Schatzmeister.

  • Pressesprecher