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  •  Dragons Presse

Wechselbad der Gefühle im Dragons-Ballpark
von Herbert Schüßler  (23.06.09)

Zwei unterschiedliche Spielverläufe und eine schlussendlich gerechte Punkteteilung zwischen den beiden Spitzenteams der Softball-Bayernliga: Die Dragons-Damen trennen sich von den Laufer Wölfen mit 2:14 und 13:10.

Überraschend für Trainer und Zuschauer war der Auftritt der Damen der Dragons im ersten Spiel der Bayernligabegegnung. Für alle völlig ungewohnt, konnte sich der Tabellenführer aus Deggendorf auf die Spielweise seiner Gäste aus dem mittelfränkischen Lauf nicht einstellen. Von allen Anfang an zeigte die Heimmannschaft einen ungewohnten Respekt vor dem Gegner, der sich insbesondere darin zeigte, dass wenig geklappt hat. Beate Wölfl im Wurfkreis, trotz leichter, verletzungsbedingter Beeinträchtigung beste Akteurin, und Catcherin Marlene Hagengruber lieferten ihre gewohnt stabile und sichere Leistung ab. Die Defense machte dagegen ihre erarbeiteten Vorteile durch verblüffend viele Fehler immer wieder zunichte. Und die Offense tat es der Verteidigung nach. Das Hitting (Schlagleistung und der Lauf zu den Bases) erreichte nicht die Qualität, die erforderlich ist, um Punkte zu machen. Dazu kam, dass der Pitcherrubber der Wölfe mit der kraftvollen Amerikanerin Jenny Giles besetzt war, die den Dragons das Leben schwer machte. Ihre schnellen und präzisen Würfe fanden fast immer ihr Ziel und stellten die Dragons-Offense vor große Probleme. So kam es, wie es kommen musste: Nach fünf Innings beendeten die Umpires (Schiedsrichter) Volker Schüßler und Matthias Nebl vorzeitig das Spiel beim Stand von 14:2 für die Laufer Wölfe.

In der Pause zwischen den beiden Spielen war nun Schwerarbeit angesagt. Die Coaches Stefan Brückner und Anselm Zitzl mussten ihr Team wieder aufs Gleis bringen. Es ist ihnen eindrucksvoll gelungen. Die Dragons fanden zu ihrer Stärke zurück und legten entsprechend vor. Die Battery aus Pitcherin Elisabeth Schiffner und Catcherin Johanna Kauschinger gaben dem Team die Sicherheit, die auch von der Offensivabteilung in Punkte umgesetzt wurde. Als es im vierten Inning bereits 6:1 für die Dragons stand, schien der Sieg nicht mehr stark gefährdet zu sein. Und wieder war es Jenny Giles, die für nur drei Umläufe von ihrer Trainerin Kathleen Calogera in den Wurfkreis geschickt wurde und die Deggendorferinnen erneut ins Wanken brachte. Mit sieben Runs im fünften Inning drehten die Gäste den Spieß um. Plötzlich lagen sie mit 9:6 wieder vorne. Es schien sich die Situation wie im ersten Spiel zu wiederholen. Als die Wölfe-Pitcherin regelbedingt wieder gewechselt wurde, kamen die Dragons zurück. Auch sie stellten mit Sybille Zak und Marlene Hagengruber eine neue Battery, die sehr gut aufspielte und nur noch einen gegnerischen Punkt zuließ. Nun gab es die guten Schläge ins gegnerische Outfield, die den heimischen Runnerinnen ermöglichten, gleich sechs Mal über die Homeplate zu kommen. Alle atmeten auf, die Gefahr eines weiteren Punkteverlustes war abgewendet und der eine Siegpunkt für die Dragons mit 13:10 unter Dach und Fach. „Im Großen und Ganzen muss man mit der Punkteteilung und dem Erhalt der Tabellenspitze zufrieden sein“, meinte am Schluss Coach Stefan Brückner.

  • Pressesprecher