Daniel Husband
Deggendorf Dragons machen sich zukunftsfähig
Der Bauantrag für das wieder aufzubauende und neu konzipierte Vereinsheim steht kurz vor der Genehmigung und es kann bald gebaut werden. Gleichzeitig wollen sich die Dragons organisatorisch neu ausrichten. Dazu haben sie sich jetzt schon einen Experten an Land gezogen. In Sachen Baseball ist er weitgereist, als Trainer hat er Erfahrungen bis in die höchste deutsche Spielklasse der Bundesliga gesammelt und nun ist Daniel Husband neuer Sportdirektor bei den Dragons. Präsident Volker Schüßler und Vizepräsidentin Sybille Zak stellten den gebürtigen US-Amerikaner bei den laufenden Trainingsstunden den Mannschaften vor.

Wenn nur das Herzstück im Natternberger Dragons-Ballpark wieder steht: das 2009 vom Sturm zerstörte Vereinsheim. Dann soll alles professioneller und der Verein organisatorisch besser aufgestellt werden. Damit das gelingt, hat das Präsidium eine Person gesucht, die in anderen Bereichen und Organisationen bereits Erfahrung hat und den Dragons bei der Weiterentwicklung helfen kann. Nach intensiver Suche ist man fündig geworden. Mit dem 33jährigen, aus Mississippi stammenden Daniel Husband haben sie einen Baseball-Experten an Land gezogen. Auch ihn hat die vorhandene Infrastruktur mit Baseball- und Softballstadion und das Vereinsheim mit Bettenhaus überzeugt. Diesen Standart kennt er nicht einmal aus Südafrika, wo er neben seiner Heimat USA, Schweden und Deutschland als Spieler und Trainer aktiv war. Deswegen hat er hochdotierte Angebote aus der Baseball-Bundesliga abgelehnt und ist in die „Baseball-Provinz“ gekommen.
Die so genannten Rahmenbedingungen stimmen ebenfalls. Er wohnt in der Region und ist mit einer Deutschen verheiratet. „Beste Voraussetzungen, dass er langfristig bei uns bleibt“, meint Präsident Volker Schüßler. Nur die Verständigung mit den Kleinsten der Dragons, die noch nicht soviel mit der englischen Sprache zu tun hatten, holpert noch etwas. „Ich lerne intensiv deutsch!“ verspricht der neue Sportdirektor. Mit einem Augenzwinkern sieht Vizepräsidentin Sybille Zak jedoch in den anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten einen großen Vorteil. „Damit sind unsere Teams, von den Schülern an aufwärts gezwungen, ihr Schulenglisch auf Vordermann zu bringen und in der Praxis anzuwenden.“ Sie selbst darf sich neuerdings „Vereinsmanager“ nennen. Den dazu gehörigen neuntägigen Intensivlehrgang des Bayerischen Landessportverbandes hat Sybille Zak als Beste mit Auszeichnung bestanden.
In der Nachwuchsförderung sehen das Dragons-Präsidium und der neue Sportdirektor den vordringlichsten Handlungsbedarf. Das Wiederaufleben der Schulprogramme, mit Übungsstunden in allen Schularten, die Durchführung von Baseball-Camps und ähnlichen Veranstaltungen für Kinder und Schüler stehen auf seiner Prioritätenliste ganz oben. Damit soll das Interesse an Baseball und Softball und der Bekanntheitsgrad dieser Sportart in der Region erhöht werden.
Nach den ersten Trainingseinheiten sprach Daniel Husband den aktuellen Trainern zur sportlichen und technischen Form ihrer Teams großes Lob aus. Er freue sich, dass er mit Martin Taiber bei den Kinder- und Schülerteams, Thomas Achatz bei den Herren und Sybille Zak, zuständig für Juniorinnen, kompetente Trainer vorfinde. Er wolle dazu seine ganze Erfahrung mit einbringen, sich gleich als Trainer der Softball-Damen beweisen und meinte: „Die Chancen, den Anschluss an die großen bayerischen Vereine zu schaffen, stehen gut.“ Dazu sollte aber der Winter bald wieder vorbei sein. Dann wird sich in seiner Zwischenbilanz zeigen, dass das Hallentraining die Spieler technisch und spielerisch einen großen Schritt nach vorne gebracht hat. „Viele Ideen warten auf unsere Arbeit!“ meinte der neue Mann und: „Den Club und den Ballpark werden wir mit quirligem Leben füllen!“
Herbert Schüßler





